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--- Hochzeitsgedichte ---



Textsammlung: Gedichte zur Hochzeit / Hochzeitsgedichte / Hochzeitstexte
Hochzeitsgedichte aus dem 17ten und 18ten Jahrhundert
Textsammlung







Scherzgedicht vom sauersüßen Ehestand

Die Bienlein Honig ha’n, damit sie uns ergötzen,
ein Stachel sie auch ha’n, damit sie uns verletzen;
darum das Bienlein ist ein sauersüßes Tier,
wer sich vorm Stachel fürcht, kein Honig find er hier.
Ein solches Bienlein ist der heilig Stand der Ehe,
da find sich Honigfreud, da find sich Sorg und Wehe:
Dies Bienlein sauersüß von Freud und Sorg gemacht,
Herr Bräutigam und Braut, dies sag ich euch, habt acht!

aus dem Jahr 1646




Hochzeitslied

Lachen jetzt der Sonne Wangen
durch die Luft uns freundlich zu,
liegt des Westwinds Sturm gefangen,
ist die stolze See in Ruh,
zeigen sich die Felder gütig,
stehn die Saaten übermütig,
denket, ob es lang auch hin,
daß die Zier der Luft und Erden
soll nur Leid und Trauer werden
durch des Herbstes Eigensinn.

( gesamtes Hochzeitsgedicht anzeigen / 4 Strophen )

von Simon Dach, 1638




Herbstgedanken bei der Hochzeitsfeier

Es rühme, wer da will, im Lenzen
die neue Luft, den grünen Mai,
je schöner seine Blumen glänzen,
je näher rückt ihr Ziel herbei;
Die Augenweide seiner Auen
steht, wie die Schönheit, auf der Flucht,
und, was wir heute im Wachstum schauen,
wird morgen schon umsonst gesucht.

( gesamtes Hochzeitsgedicht anzeigen / 21 Strophen )

von Johann Christian Günther, 1723








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Uwe Pfeiffer
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